Der letzte seiner Art
oder: Kürbiscreme mit Penne Rigate, das Lieblingsessen meiner Kinder (mit Kürbis).
Heute, am 9. Juli, habe ich den letzten Maxima-Kürbis („Hokkaido“ und Konsorten) vom letzten Jahr geschlachtet!

Frisch geschlachteter Kürbis der Art Cucurbita maxima Duch.
Da ich schon lange nichts mehr über Kürbisse berichtet und noch länger kein Rezept mehr veröffentlicht habe, sondern Euch vor allem mit der trockenen Theorie von Vielfalt (hoffentlich nicht!) gelangweilt habe, dachte ich mir, ich lockere diese bunte Unübersichtlichkeit mit einem leckeren Rezept auf, dem einzigen, mit dem ich meinen Jungs bisher Kürbis schmackhaft machen konnte.
Ich glaube, es könnte aber auch anderen Kindern munden…

Wenig Fleisch, viele, große Kerne; es käme auf das Zuchtziel an, wohin der Daumen eines Züchters weist…
Maxima-Mischlingskürbisse en masse
Von der Masse der Maxima-Mischlingskürbisse, die mir das Feld meines Bruders 2024 geschenkt hatte, war der größte Teil direkt in Tiermägen gelandet bzw. wurde als Deko zweckentfremdet.
- Die Kürbisernte vom letzten Jahr in ihrer Gesamtheit und vom oberen Feldrand aus betrachtet…
- Die ganze Maxima-Mischlingskürbisernte noch mal von der anderen Seite aus gesehen…
- Winziger Ausschnitt der Kürbisernte, der vielleicht den letzten Kürbis enthält.
Nur ein kleinerer Teil durfte mit mir nach Berlin reisen und im Keller meiner Ex-Frau überwintern.
Die Hälfte von diesen „Berlinern“, schätze ich, wurde zu dem Rezept verarbeitet, das ich Euch gleich vorstellen werde.
Die andere Hälfte teilten sich Nachbarn (zumindest bis Weihnachten, danach wollte niemand mehr Kürbis) und Fäulnispilze. Beide Gruppen verpflichtete ich streng, mir die Samen auszuliefern; denn aus dem Maxima-Kürbis-Grex, den ich gerade großziehe, soll ja dereinst eine astreine Maxima-Kürbis-Landsorte werden – und dazu brauche ich alle Samen aller brauchbaren Maxima-Kürbisse, damit sich diese Kürbisse munter weiter untereinander (und mit weiteren samenfesten Sorten) mischen können, um eine maximal wertvolle Individuen-Vielfalt, zu bilden, eine Landsorte eben.
Im Moment tun sie das wieder auf dem Hohenwepeler Kartoffel-Kürbis-Melonen-Feld, wie Ihr auf dem folgenden Luftbild, das mein Neffe aufgenommen hat, bestens erkennen können solltet.

Das Kartoffel-Kürbis-Melonen-Feld 2025; der doppelte Streifen rechts außen wird von den Kürbispflanzen gebildet…

Falls Ihr von oben nichts erkennen konntet; hier ein Blick aus der Nähe auf die Kürbispflanzen 2025.
Aber nun genug über „Vielfalt“ schwadroniert, jetzt mal zum Rezept, einem von der schnellen Sorte. Ich nenne es:
Kürbiscreme von „Vattern“
Du brauchst:
- 1 Maxima- (oder Moschata)-Kürbis
- 1 Becher Sahne
- [Hähnchenfilet (muss nicht sein)]
- Salz und verschiedene Gewürze (Curry, Piment, Kardamom, Kreuzkümmel) nach Geschmack
- Nudeln (Penne Rigate oder andere)
Zubereitung:
- Kürbis halbieren und die Samen mit der Placenta entfernen (Samen am besten aufheben, trocknen und einige davon im nächsten Jahr im eigenen Garten oder anderswo aussäen);
- die beiden Hälften in zwei Zentimeter dicke Streifen schneiden (falls die Schale zu hart ist oder die Farbe der Schale die Creme unansehnlich zu machen droht, die Streifen schälen. Bei Maxima-Kürbissen kann man die Schale aber in den allermeisten Fällen mitessen; sie ist dünn und wird beim Kochen weich);
- die Streifen in mundgerechte Stücke schneiden und in einen passenden Topf geben; diesen ungefähr zur Hälfte mit Wasser auffüllen (lieber ein bisschen zu wenig und später etwas zugeben, damit es nicht am Ende eine Kürbissuppe ist) und die Kürbisstücke darin zusammen mit Salz und den Gewürzen garkochen (dauert ca. 15-20 Minuten); ab und zu umrühren;
- [inzwischen das Hähnchenfilet in (kleine) Streifen zerschneiden und ordentlich anbraten (die Streifen sollten braun sein und leicht am Pfannenboden ansetzen; ist Geschmackssache); mit dem Becher Sahne ablöschen, umrühren und 1-2 Minuten köcheln lassen]
- wenn die Kürbisstücke gar sind (sie fangen an, zu zerfallen), diese im Topf mit einem Pürierstab pürieren bzw. mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken (meine Kinder mögen es nur fein püriert, damit kein Kürbisgeschmack in Form von kleinen Stückchen mehr zu spüren ist);
- den Becher Sahne [oder die gebratenen Filetstreifen mit Sahne] unterrühren.
- Zwischenzeitig die Nudeln kochen.
Fertig!
Guten Appetit!






